Stadtgeschichte
Geschichte Münchner Hof
Der dritte Chorherrenstock im Nordwesten des Kapellplatzes wurde in bewusst einfachem italienischen Barockstil 1677 bis 1681 errichtet, um der geplanten monumentalen Überkirche eine dominierende Wirkung zu belassen. die Durchführung des Baus besorgte der welsche Baumeister Domenico Zuccalli.
Vier Rundbogentüren, je zwei nebeneinanderliegend, bildetetn die eingänge in die vier einzelnen Hausteile des Stocks. Auf einem Plan von 1936 sind nur noch drei Hausteile zu sehen. Hausnummer 8 und 10 nehmen die nördliche Hälfte, und Hausnummer 12 - der Münchner Hof - die ganze südliche Hälfte ein.
Erbaut wurde der dritte Chorherrenstock wegen der zunehmenden Zahl der Geistlichen und des bequemeren Unterkommens der kurfürstlichen Familie bei ihren aufenthalten in Altötting. In ihm sollten "8 canonici ire wonungen haben". Doch nicht alle Chorherren wollten wegen der schwer heizbaren Räume, wegen der herrschenden Zugluft und die älteren wegen des mühsamen Stiegensteigens im Chorherrenstock wohnen.
Nach 1803 wurde er für Jahre Sitz des Bayerischen General-Feldkriegskommisariats.
1821 wurde im Hause dem kgl. Kämmerer und Obrist-Lieutenant Sigmund Freiherr von Prankh ein Sohn geboren, der es bis zum bayrischen Kriegsminister brachte (sh. Gedenktafel).
Um 1840 kaufte der Posthalter Martin moser den Stock aus stattlichem Besitz um 6000 Gulden. Nach seinem tode um 1851 wurden wohl bauliche Veränderungen im Inneren vorgenommen, denn noch ehe der Buchdrucker und -händler Josef Lutzenberger aus Burghausen, bei dem Altöttings bekanntes Kind, der Weiß Ferdl zur Lehre ging, 1863 den mittleren Hausteil erwarb, nahm der Gasthof die südliche Seite des Chorherrenstocks ein.
Nun zu dessen Besitzerfolge:
1852: Kauf durch Josef Absmeier, Besitzer des Gasthauaes "Alte Post" in der Mühldorfer Straße. Erstmals unter dem Namen "Münchner Hof"
1874: Nach dessen Tod wurde seine Witwe Franziska Absmeier Erbin
1882: Fanny Absmeier erhält Konzession für Beherbergung und Verköstigung von Fremden und Verabreichung von Kaffee, Bier, Wein und Likör.
1899: Besitzerin ist nun die Neuöttinger Brauereiswitwe Maria Rechl
1900: Neuer Name: "Rechls Gasthof, vormals Absmeier"
1905: Josef und Karoline Reiser aus Rosenheim kaufen den Gasthof
1911: Besitzerwechsel: Josef Sedlmaier
1914: Graf Arco zinnenberg, Gutsbesitzer auf Schloss maxlrain und Besitzer der Brauerei Stein an der Traun erwirbt den Münchner Hof und verpachtet ihn an Josef Reiser. Name: "Münchner hof von Josef Reiser, vormals Absmeier"
1922: Kauf durch Gastwirtsehepaar Friedrich und Hermine Krummschmid aus Markt eisenstein
1923: Metzgerehepaar Leonhard und Anna Katharina Hörrmann.
1927: verpachtet an Johann und Ottilie Bungart
1930. Kauf durch Ehepaar Bungart
1942: Tochter Maria Bungart wird Erbin, Ehemann Georg Kellerer vführt den Betrieb als "Gasthof-café - Münchner Hof"
1959: Im inneren wurden grundlegend Renovierungen vorgenommen und 1978 ließen die Besitzer im Westen einen schmalen Anbau errichten. Das Rückgebäude wurde aufgestockt.
1982: Übernahme durch Sohn Georg Kellerer
2007: Kauf durch Fam. Altenbuchner-Berndl, Besitzer des Gasthofs "Zu den 12 Aposteln"...



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